Vielfalt der Erinnerungskultur(en)

Vom 17.-27. März 2026 präsentieren die verschiedenen Erinnerungs- und Gedenkinitiativen Augsburgs im Rahmen von KARO10 in der Karolinenstraße 10 ihre Arbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei die verschiedenen Opfergruppen aus Augsburg, aber auch die KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen aus ganz Europa, die in Augsburg für die Rüstungsindustrie arbeiten mussten.

Die Ausstellung im 1. Obergeschoß von KARO10 ist von 13-19 Uhr geöffnet.

Ergänzend gibt es thematische Veranstaltungen und Kurz-Infos


Begleitende Info-Veranstaltungen

Montag, 23. März 2026, 15 Uhr

Film: Zeichen setzen

Der Film zeigt ausgewählte Schicksale Augsburger NS-Opfer und stellt das begangene Unrecht in den Zusammenhang der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 

Dauer: ca. 40 Minuten


Montag, 23. März 2026, 17 Uhr

Vorstellung der Gedenk_mal Box

Wir stellen zunächst unsere „Gedenk_mal-Box“ vor. Anschließend probieren die Teilnehmenden die darin enthaltenen praktischen Anregungen für ein künstlerisches Erinnern und Gedenken aus.  Sie entwickeln eigene Texte, Szenen oder Aktionen Die Impulse können für die eigene Arbeit genutzt und weiterentwickelt werden.

Für alle, die Erinnerungsprozesse anregen wollen - künstlerisch, gefühlvoll, frei und gemeinsam.

Workshop mit Impulsen für ein künstlerisches Erinnern

Mit Imme Heiligendorff, Staatstheater Augsburg, Plan A

 

Dienstag, 24. März 2026, 15 Uhr

Film: Zeichen setzen

Der Film zeigt ausgewählte Schicksale Augsburger NS-Opfer und stellt das begangene Unrecht in den Zusammenhang der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 

Dauer: ca. 40 Minuten


Dienstag, 24. März 2026, 17.30 Uhr

Zwischen Krieg und Frieden: Sheridan-Park/ Pfersee

Bernhard Kammerer von der Bürgeraktion Pfersee berichtet in einer Powerpoint-Präsentation über Kriegs- und Friedenorte im Sheridan-Park

 

 

Mittwoch, 25. März 2026, 15 Uhr

Film: Zeichen setzen

Der Film zeigt ausgewählte Schicksale Augsburger NS-Opfer und stellt das begangene Unrecht in den Zusammenhang der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 

Dauer: ca. 40 Minuten


Mittwoch, 25. März 2026, 17 Uhr

Asoziale“: Eine vergessene Opfergruppe
Vortrag und Gespräch

Eine lange Zeit übersehene Opfergruppe sind randständige Menschen, die von den Nationalsozialisten als „asozial“, „arbeitsscheu“ und „kriminell“ gebrandmarkt wurden. Dabei handelt es sich meist um Menschen ohne festen Wohnsitz und ohne feste Arbeitsstelle, die ihren Lebensunterhalt mit Bettelei, aber auch kleineren Diebstählen bestritten. Um sie „zur Arbeit zu erziehen“ wurden sie in Arbeitserziehungslager und letztlich in Konzentrationslager eingewiesen, wo sie durch einen „schwarzen Winkel“ gekennzeichnet wurden. Viele verloren im Lager ihr Leben oder wurden als „unnütze Arbeiter“ in Tötungsanstalten umgebracht. 

Dr. Bernhard Lehmann von „Gegen Vergessen – für Demokratie“ berichtet über Augsburger Biographien, B. Müller-Gräper über den "Lernort Herzogsägmühle"

 

Donnerstag, 26. März 2026, 12.30 Uhr

NS-Medizin in Augsburg und Umgebung

Informationen von Dr. Elisabeth Friedrichs und anderen Mitwirkenden des Arbeitskreises NS-Medizin in Augsburg und Umgebung


Donnerstag, 26. März 2026, 15 Uhr

Film: Zeichen setzen

Der Film zeigt ausgewählte Schicksale Augsburger NS-Opfer und stellt das begangene Unrecht in den Zusammenhang der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 

Dauer: ca. 40 Minuten


Freitag, 27. März 2026, 15 Uhr

Film: Zeichen setzen

Der Film zeigt ausgewählte Schicksale Augsburger NS-Opfer und stellt das begangene Unrecht in den Zusammenhang der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. 

Dauer: ca. 40 Minuten

 

Freitag, 27. März 2026, 17.30 Uhr

Ernst Lossa: Jenisch, „unerziehbar“, ermordet
Vortrag und Gespräch

Ernst Lossa wird 1929 in Augsburg geboren. Er kommt 1933 in das Kath. Kinderheim Hochzoll, 1940 wird er in das Erziehungsheim der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) nach Indersdorf verlegt, begründet mit seinem schwierigen Verhalten. Im gleichen Jahr wird der Elfjährige psychiatrisch untersucht und im Gutachten als „triebhafter Psychopath“ bezeichnet, eine Besserung sei unwahrscheinlich. Archivmaterial aus Indersdorf ermöglicht eine genauere Darstellung der handelnden Akteure bis zu Ernst Lossas Ermordung in Irsee am 8./9. August 1944." 

Dr. Elisabeth und Dr. Michael Friedrichs, ErinnerungsWerkstatt Augsburg