Ganz aktuell: LISTEN-Projekt

Ganz aktuell ist das LISTEN-Projekt, bei dem aus Häftlingslisten des KZ-Außenlagers Augsburg Haunstetten bzw. Pfersee eine Klanginstallation erarbeitet wurde.

Mehr dazu unter LISTEN-Projekt

November 2020

CORONA schlägt zurück: Exponentiell ansteigende Infektionszahlen - gerade auch in Augsburg - und ein vorgezogener Lockdown (light?), der die Gastronomie und vor allem die Kulturschaffenden hart trifft, vgl. dazu auch die "Wutrede" von Till Brönner https://fb.watch/1tveolk5Ar/).

Doch die geschichtsagentur-augsburg bleibt online präsent:

So finden sich hier mehrere Dokumente online, vor allem zum Westfriedhof mit seinen Gedenkorten, aber auch zur Halle 116.

September 2020

Nach Winterpause, Corona-Stillstand und Sommerloch geht es jetzt hoffentlich wieder aufwärts mit der Geschichtsarbeit in Augsburg.

Stadtführungen sind zwar möglich, aber mit Corona-Hygiene-Vorschriften verbunden (Mindestabstand und/ oder Mund-Nase-Schutz), so dass die Durchführung nicht ganz so einfach ist wie in Vor-Corona-Zeiten...

Geschichtspolitisch herrschte spätestens seit März 2020 nach den Stadtratswahlen ebenfalls Stillstand, zumal der Kulturreferent nicht im Amt bleiben durfte und der neue Kulturreferent erst am 1. Oktober sein Amt antritt. Zudem wurde das Thema "Erinnerungskultur" aus dem Kulturreferat ausgegliedert und in das OB-Referat übertragen,  wo jetzt der ehemalige Kulturreferent die Stabsstelle "Erinnerungskultur" leitet. In Sachen "Halle 116" als NS-Erinnerungsort gab es daher nur Stillstand...

Für Aufregung sorgte dafür das "Neue Amerika-Haus", das ebenfalls in der Halle 116 beheimatet ist. Die "US-Freunde" schufen einfach Tatsachen und brachten eine optisch durchaus ansprechende Ausstellung auf die Beine und bedienten dabei auch einige Punkte des sog. "Gassert-Konzepts". Doch letztendlich ist es eher ein nostalgischer Rückblick auf über 50 Jahre deutsch-american Freundschaft/Frienship.

Besonders umstritten war die Nutzung des Parkplatzes vor der Halle 116, der zur Zeit des KZ-Außenlagers Appellplatz und auch Hinrichtungsstätte war. Kann man hier Grillfeste feiern?? Für Angehörige von Opfern - auch wenn sie nicht im Außenlager interniert waren - ein Unding, für pragmatisch denkende US-Freunde eigentlich kein Problem, nutzte die US-Army den Appellplatz ja jahrelang als Parkplatz...

Bleibt zu hoffen, dass der Fokus der öffentlichen Diskussion wieder stärker auf die Nutzung als KZ-Außenlager fällt und diese Epoche auch differenzierter betrachtet wird.

Vgl. dazu meinen Forschungsbericht zu den Häftlingen in den KZ-Außenlagern Haunstetten und Pfersee


Zu "Corona" vergleiche auch meinen "Corona-Blog": https://refoscoronablog.wordpress.com/